Samstag, 30. Juli 2016

Die Saat ist aufgegangen

Wir hören Alte klagen:
Die Jugend will nicht fragen,
was kostet Brot und Wein.
Wir mussten damals hören,
aufs Vaterland nur schwören
und Gott gefällig sein.

Verpflichtung wars zu schuften,
da gab es kein verduften,
gewiss kein Krankenschein.
Einst gab es wenig Spötter,
ein Gott und keine Götter,
nur Herrn im Glorienschein.

Es war kein Hexenzauber,
die Straßen hielt man sauber
für jede deutsche Frau.
Und die nicht Arier waren,
verbrachte man in Scharen,
es fragte keine Sau.

Gehirne warn benebelt,
vom Führerwort geknebelt,
fürs Volk und Vaterland,
gesegnet wurden Kriege,
man glaubte an die Siege,
bis Hof und Haus gebrannt.

Heut trägt man eine Brille.
Verweilt nicht mehr in Stille,
verbreitet rechten Rock.
Die Zeiten kommen wieder
und deutsche Fahnenlieder
sind nicht mal mehr ein Schock.

Wenn rechte Töne klingen
und Funken überspringen,
wächst Neid und Hass und Wut.
Wenn Menschen wieder schweigen,
wenn sie nicht Flagge zeigen,
erwacht die braune Brut.

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