Dienstag, 22. November 2016

Wandelbare Liebe (Sonett)

Die erste Liebe blühte ungeübt
mit Händchenhalten, Kuss und Treueschwur.
Sie ankert fest im Herzen, ungetrübt.
Die Zweite brannte heiß und folgte nur

der Fleischeslust. Als sie verglomm,
erwuchsen neue stets um diesen Preis.
Verzweifelt kämpfte ich, bestimmt nicht fromm,
zerschmolzen in der Hand das Erdbeereis.

Dann kam die späte Liebe mir ins Haus.
Gereift, von Stund auf Stund mit Fleiß gewebt,
war sie der andern Lieben weit voraus.
Damit die Lieb zur Liebe sich erhebt.

Betrüg dich nicht um dieses schöne Bild,
Wenn Rechenschaft es abzulegen gilt.

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